Der Bericht über ein gutes und abwechslungsreiches Vereinsjahr 2008, verschiedene
Ehrungen, Berichte über die Tagung des Kanu-Verbandes Württemberg in
Friedrichshafen und der Fachwarte, die Beitragsanpassung sowie die Vorbereitungen für
das Sommerfest des Vereins am 11. Juli 2009 standen im Vordergrund der gut besuchten
Hauptversammlung des Faltbootclubs Heidenheim im Bootshaus in den Seewiesen.
Nach Begrüßung der 34 anwesenden Mitglieder berichtete der erste Vorsitzende Helmuth
Zulehner von einem sehr guten Paddeljahr und einem regen Trainingsbetrieb des Vereins.
So haben die Heidenheimer Kanuten im vergangenen Jahr 9071 km, 916 km mehr als im
Vorjahr, auf Wildwassern und Wanderflüssen zurückgelegt und damit beim Wettbewerb
um die Paul-Walter-Plakette unter 46 Württemberger Kanu-Vereinen den 6. Platz belegt.
Beim Wettbewerb um den „Aktivsten Verein“ kam der FCH auf Rang 7. Für diesen Erfolg
bedankte sich Helmuth Zulehner bei allen aktiven Mitgliedern.
Die Jugendarbeit des Vereins ist weiterhin sehr erfolgreich. Der Trainingsbetrieb in den
Bädern und auch das wöchentliche Training montags auf der Brenz wurden sehr gut
frequentiert. Helmuth Zulehner dankte Hartmut Uhl und seinen Helfern, hierbei vor allem
Werner Fork, für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei der Jugendarbeit und die
ausgezeichnete Trainingsarbeit. Die Kanuschule des Vereins, die von Stefan Finsinger
geleitet wird, hatte im vergangenen Jahr wieder einen guten Zuspruch. Er hat auch in
diesem Jahr wieder ein umfangreiches Kursprogramm für Kajakfahrer aller
Leistungsklassen im Angebot.
Hartmut Uhl hat wieder drei Kooperationen mit verschiedenen Schulen organisiert, wobei
die Zusammenarbeit mit der Pistoriusschule (früher Haintalschule) nun schon über 17
Jahre andauert und eine ständiges Projekt ist.
Das von Petra Herrmann sehr gut organisierte Bootshausfest, das am 5.. und 6. Juli
stattfand, gehörte wieder zu den Höhepunkten des Sommerprogramms. An beiden Tagen
war das Wetter sehr gut mit einem entsprechend guten Besuch vor allem am Sonntag.
Am Sonntag konnte der 20. Heidenheimer Kanuslalom als sportlicher Höhepunkt mit der
guten Beteiligung von insgesamt 17 Clubmitgliedern, darunter 6 Jugendliche,
durchgeführt werden. Die Besucher sahen guten Kanusport. Beim Jugendwettbewerb
belegte Christoph Begemann wie im Vorjahr den ersten Platz und gewann damit den von
Gerhard Konold gestifteten Wanderpokal. Mit dem 20. Heidenheimer Kanuslalom hatte
das Bootshausfest den sportlichen Höhepunkt. Bei dem in verschiedenen
Leistungsklassen ausgetragene Wettbewerb zeigten die Heidenheimer Kanuten gute
Kondition und Paddeltechnik. Das beste Ergebnis erzielte Stefan Finsinger mit einer
überragenden Zeit von 37,91 Sekunden und siegte damit vor Ralf Sprick und Bernhard
Götz. Helmuth Zulehner dankte Petra Herrmann und allen beteiligten Mitgliedern und
Helfern für ihren großen Einsatz beim perfekt organisierten Bootshausfest.
Wegen des kalten Fußbodens im Clubraum wurde in diesem Jahr eine elektrische
Fußbodenheizung installiert und der stellenweise schon brüchige PVC-Boden erneuert.
Bei dieser Gelegenheit erhielten der Clubraum, die Küche, der Flur, der
Damenumkleideraum sowie die beiden Toiletten einen neuen Farbanstrich. Der
2
besondere Dank für ihren Einsatz galt Werner Fork, Reinhard Ludewig, Manfred Renz,
Jürgen Stadelmann und Josef Steigmayer.
Die Finanzlage des Vereins ist trotz der außergewöhnlichen Ausgaben für die
Fußbodenheizung und die Renovierung der Clubräume sehr gut.
Die Mitgliederzahl des Vereins ist mit 127 aktiven und passiven Mitgliedern leicht
zurückgegangen.
Danach berichtete Helmuth Zulehner über die Hauptversammlung 2009 des KanuVerbandes Württemberg in Friedrichshafen. Aus den Berichten selbst ergaben sich
wesentliche Diskussionen und Hinweise zu Personelles, zu Natur- und Gewässerschutz:
Flußsperrungen und Befahrungsregelungen und zum Europäischer Paddel-Pass.
Im Vordergrund stand die Verjüngung des Vorstands. Dies betraf vor allem das Präsidium,
in dem neben der Präsidentin Heide Hassert nahezu alle Vizepräsidenten einen
Nachfolger fanden. Heide Hassert wurde für ihre Verdienste in mehreren Lobreden geehrt
und erhielt die Goldene Ehrennadel des Verbandes. Den DKV vertrat dabei der
Vizepräsident Verbandsentwicklung, Franz-Peter Walkowski. Neuer Präsident des KanuVerbandes Württemberg ist Peter Ludwig von der TG Biberach.
Zum Thema Gewässer- und Naturschutz gab es neben dem vorliegenden, ausführlichen
Bericht der für Gewässer- und Naturschutz zuständigen Referenten bzw. Beauftragten
Thomas Steinheber und Gundis Steinmetz noch eine Diskussion zum Thema Pflege- und
Entwicklungspläne für FFH-Naturschutzgebiete, die zusammen mit den Bestrebungen der
Naturschutzverbände zu weiteren Einschränkungen des Kanusports führen können.
Bestehende Befahrungsregelungen und wichtige Änderungen bei Befahrungsregelungen
in Württemberg sind auf der Homepage des KVW unter „Naturschutz“ ausführlich
dargestellt und aufgelistet.
Eine breite Diskussion gab es zum Europäischen Paddel-Passes (EPP), der 2008 im
Bereich des Deutschen Kanu-Verbandes eingeführt wurde. Die Voraussetzungen zum
Erwerb sind in einem 64-seitigen Merkblatt zusammengefasst. Es gibt 5 EPP- Stufen:
Einsteiger, Anfänger, Fortgeschrittene, Könner, Experten. Das Vergabeverfahren ist noch
nicht vollständig installiert. Im Vorwort des Merkblatts heißt es: „Die Erwerber des EPP
haben damit – bezogen auf die jeweilige Qualifikationsstufe – einen Nachweis der
beherrschten Mindestanforderungen für einen Natur- und landschaftsverträglichen und
sicheren Kanusport“. Anzunehmen ist, dass in Zukunft einige Flüsse und Seen in Europa
nur noch mit EPP befahren werden dürfen.
Zum Abschluß seines Berichts dankte Helmuth Zulehner noch einmal allen
Clubmitgliedern, die durch ihren Einsatz zum guten Gelingen des Bootshausfestes
beigetragen und für die vorbildliche Organisation von Fahrten, Training und Kanuschule
gesorgt haben. Bei den Vorstandskolleginnen und -kollegen bedankte er sich für ihre hohe
Einsatzbereitschaft und die sehr gute Zusammenarbeit.
Nach diesen Ausführungen standen Ehrungen auf dem Programm. Die Ehren-Urkunde
des Vereins für 15jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Christa Krafft-Langhof, Elisabeth
Walz und Eckard Keicher. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Hanni Müller und Walter
Sauter, wobei letzterer seit 1938 Mitglied ist.
Danach berichtete Wanderwart Ralf Meier über die im vergangenen Jahr durchgeführten
Fahrten, die wieder auf zahlreiche Flüsse im In- und Ausland führten. Mit 9071 km und 5
Wanderfahrerabzeichen wurde der 6. Platz im Wettbewerb um die Paul-Walter-Plakette
erpaddelt. Beim Wettbewerb um den „Aktivsten Verein“ kamen die Heidenheimer Kanuten
auf den 7. Platz. Das Wanderfahrerabzeichen Bronze in Wiederholung erwarben Käthe
Fork, Hannelore und Reinhard Ludewig sowie Eckard Keicher und Elisabeth Walz.
3
Aktivste Sportler 2007 waren Elisabeth Walz mit 738 km bei den Damen, Eckard Keicher
mit 738 km bei den Herren und Michael Zwiefler mit 154 km bei der Jugend. Ralf Meier
bedankte sich bei allen Fahrtenorganisatoren des vergangenen Jahres und bei denen, die
auch in diesem Jahr wieder für ein umfangreiches und buntes Fahrtenprogramm sorgen.
Sehr aktiv waren wieder die Wildwasserfahrer des Faltbootclubs. Wildwasserwart
Bernhard Zulehner berichtete von einem guten Wildwasserjahr, bei dem vor allem die
Wildflüsse Österreichs im Vordergrund standen. Lech, Bregenzer Ache, Lieser, Gail, Möll,
Isel, inn und Ötztaler Ache waren die Höhepunkte der Saison 2008. Mit ihrer Teilnahme
an der Sickline-WM auf der Ötz zeigten Stefan Finsinger und Benjamin Abele, dass sie zu
den besten Wildwasserfahrern Deutschlands gehören. Das weltbeste Extremrennen fand
letzten Herbst auf der Wellerbrückenstrecke statt.
Alle Schwierigkeiten bis zum 6. Grad der Wildwasserskala wurden sicher bewältigt. Es
gab wieder keine Unfälle. Er betonte die gute Teilnahme am Eskimotiertraining, das zur
Sicherheit auf schwerem Wildwasser beiträgt. Für dieses Jahr warb er zum Aufbau von
Kondition und Technik bei Fahrten auf Isar, Breitach, Iller, und Lech sowie für die
Teilnahme am Trainingscamp am Eiskanal. Höhepunkte sind wieder die Wilwasserwoche
in Lienz/Osttirol sowie die Fahrten auf den Wildflüssen Bregenzer Ache Vorderrhein, Ötz
und Inn.
Über die Jugendarbeit berichtete dann Hartmut Uhl. „Klein aber fein“, so beschrieb er den
momentanen Zustand der Jugendgruppe, denn mit 9 Mitgliedern zwischen acht und
knapp 15 Jahren könnte durchaus noch Zuwachs verkraftet werden! Für frischen Wind ist
bereits gesorgt: Hartmut Uhl freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den beiden
neuen Jugendsprechern Christian Maier und Christoph Begemann.
Die Trainingsbeteiligung war durchweg sehr gut. Folgerichtig ist auch der Leistungsstand
der Jugendlichen sehr gut — ein Beweis dafür, dass sie bei ihren Trainern bzw. Betreuern
in besten Händen sind. Er bedankte sich bei Werner Fork, Stefan Finsinger und Ralf
Sprick für ihren Einsatz im Hallenbad, beim Training auf der Brenz und bei den WWTouren. Bemerkenswert ist, dass sich der Nachwuchs auch selbständig trifft, um in
eigener Regie zu trainieren und das gibt es in diesem Alter selten. Die Isar und selbst
schwierigere Abschnitte auf dem Eiskanal konnten auf Anhieb ohne nennenswerte
Schwierigkeiten gemeistert werden.
Zum Schluss trägt Hartmut Uhl noch ein besonderes Anliegen vor. Im Kanusport hat sich
das Einstiegsalter der Kinder deutlich nach unten verschoben. Begonnen wird heute
bereits mit acht Jahren. Entsprechend müssen altersgemäße, moderne Boote angeschafft
werden
Im Anschluß daran stand der Kassenbericht von Kassiererin Sybille Meier auf der
Tagesordnung. Wie gewohnt wies der Kassenbericht eine äußerst solide Finanzierung
des Vereins aus. Die außergewöhnlichen Ausgaben für die Fußbodenheizung und die
Renovierung der Clubräume wurden gut verkraftet. Nach dem Bericht des Kassenprüfers
Markus Pfänder gab es eine einstimmige Entlastung von Kassiererin und
Gesamtvorstand.
Das ständige Anwachsen der festen Ausgaben wie die Beiträge für Verbände und
Versicherungen, für Strom, Wasser und Gas, für die Instandhaltung und Reinigung des
Bootshauses sowie für Trainingsbetrieb und Verwaltung machten eine moderate
Beitragsanpassung erforderlich. Hinzu kommt, dass eine wichtige Einnahmequelle für den
Verein versiegt ist, da vom Württembergischen Landessportbund nur noch Sportgeräte
mit einem Anschaffungswert über 2000 € bezuschusst werden. Die für die Jugendarbeit
4
benötigten Kajaks erreichen diesen Grenzwert nicht. Die Hauptversammlung stimmte der
vom Vorstand vorgeschlagenen Erhöhung der Mitgliedsbeiträge mit großer Mehrheit zu.
Zum Abschluß der Hauptversammlung wurde der Festausschuß für das Sommerfest am
- Juli 2009 gebildet, in dem Bernd Staib übernahm. Sehr erfreulich war, daß sich auf
Anhieb für alle Festaktivitäten Organisatoren fanden. Der zeitliche Rahmen des Festes ist
gegenüber den vergangenen Jahren auf den Samstag beschränkt Es beginnt am
Samstag um 14 Uhr. Der Jugendwettbewerb und der 21. Heidenheimer Kanuslalom
werden am gleichen Tag ausgerichtet. - März 2009
Helmuth Zulehne