Hauptversammlung 2008

Der Bericht über ein außergewöhnliches und abwechslungsreiches Vereinsjahr 2007,
verschiedene Ehrungen, Berichte über die Tagung des Kanu-Verbandes Württemberg in
Pleidelsheim und der Fachwarte sowie die Vorbereitungen für das Sommerfest des
Vereins am 5. Und 6. Juli 2008 standen im Vordergrund der gut besuchten
Hauptversammlung des Faltbootclubs Heidenheim im Bootshaus in den Seewiesen.
Glanzpunkt war dabei der Festabend zum 75-jährigen Bestehen des Faltbootclubs
Heidenheim, das im feierlichen Rahmen in Verbindung mit dem Bootshausfest am 6. Juli
2007 gefeiert wurde. Der Festabend war sehr gut besucht und fand hohe Anerkennung.
Nach Begrüßung der 28 anwesenden Mitglieder berichtete der erste Vorsitzende Helmuth
Zulehner von einem sehr guten Paddeljahr und einem regen Trainingsbetrieb des Vereins.
So haben die Heidenheimer Kanuten im vergangenen Jahr 8155 km auf Wildwassern und
Wanderflüssen zurückgelegt und damit beim Wettbewerb um die Paul-Walter-Plakette
unter 46 Württemberger Kanu-Vereinen den 5. Platz belegt. Für diesen Erfolg bedankte
sich Helmuth Zulehner bei allen aktiven Mitgliedern.
Die Jugendarbeit des Vereins ist weiterhin sehr erfolgreich. Der Trainingsbetrieb in den
Bädern und auch das wöchentliche Training montags auf der Brenz wurden sehr gut
frequentiert. Helmuth Zulehner dankte Hartmut Uhl und seinen Helfern, hierbei
insbesondere Miguel Fansel und Werner Fork, für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei
der Jugendarbeit und die ausgezeichnete Trainingsarbeit. Die Kanuschule des Vereins,
die von Stefan Finsinger geleitet wird, hatte im vergangenen Jahr wieder einen guten
Zuspruch. Er hat auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Kursprogramm für
Kajakfahrer aller Leistungsklassen im Angebot.
Neben dem Festabend zum Vereinsjubiläum am 6. Juli 2007 gehörte das von Petra
Herrmann sehr gut organisierte Bootshausfest, das am 7.. und 8. Juli stattfand, wieder zu
den Höhepunkten des Sommerprogramms. An beiden Tagen war das Wetter sehr gut mit
einem entsprechend guten Besuch vor allem am Sonntag. Hier störte ein kleines Gewitter
nach dem letzten Wettkampf nur kurz das Fest. Am Sonntag konnte der 19.
Heidenheimer Kanuslalom als sportlicher Höhepunkt mit der guten Beteiligung von
insgesamt 20 Clubmitgliedern, darunter 5 Jugendliche, durchgeführt werden. Die
Besucher, darunter unser Oberbürgermeister Bernhard Ilg, sahen guten Kanusport. Beim
Jugendwettbewerb belegte zum ersten Mal Christoph Begemann den ersten Platz und
gewann damit den von Gerhard Konold gestifteten Wanderpokal. Mit dem 19.
Heidenheimer Kanuslalom hatte das Bootshausfest den sportlichen Höhepunkt. Bei dem
in verschiedenen Leistungsklassen ausgetragene Wettbewerb zeigten die Heidenheimer
Kanuten gute Kondition und Paddeltechnik. Das beste Ergebnis erzielte Stefan Finsinger
mit einer überragenden Zeit von 43,06 Sekunden und siegte damit vor Manuel Brecht und
Ralf Sprick. Helmuth Zulehner dankte Petra Herrmann und allen beteiligten Mitgliedern
und Helfern für ihren großen Einsatz beim Festabend und beim perfekt organisierten
Bootshausfest.
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Hartmut Uhl hat wieder drei Kooperationen mit verschiedenen Schulen organisiert, wobei
die Zusammenarbeit mit der Pistoriusschule (früher Haintalschule) nun schon über 16
Jahre andauert und eine ständiges Projekt ist.
Unter der Regie von Werner Jooß und Manfred Herrmann wurde der Bootsanlegesteg
gründlich renoviert.
Im vergangenen Jahr hat der Verein einen Zweierkajak Excursion der Firma Prijon im
Wert von 1500 € angeschafft. Leider gab es dafür keinen Zuschuss vom WLSB , da nur
noch Sportgeräte mit einem Anschaffungswert über 2000 € bezuschusst werden
Die Finanzlage des Vereins ist trotz der außergewöhnlichen Ausgaben im Jubiläumsjahr
sehr gut.
Die Mitgliederzahl des Vereins ist mit 136 aktiven und passiven Mitgliedern leicht
verbessert und zeigt wie in den vergangenen Jahren steigende Tendenz.
Auch im vergangenen Jahr musste der Faltbootclub Heidenheim das Recht, die Brenz im
Naturschutzgebiet „Brünneleswiesen“ zwischen Itzelberg und Aufhausen zu befahren,
verteidigen. Das Landratsamt Heidenheim hatte im Herbst vergangenen Jahres den
Dorfverein Itzelberg und den Faltbootclub Heidenheim um eine Besprechung gebeten mit
dem Ziel, die Befahrung der Brenz zwischen Itzelberg und Aufhausen weiter zu
reduzieren. Danach sollten beide Vereine freiwillig auf die Nutzung der Brenz von April bis
Juni/Juli verzichten Der Verein musste ablehnen, da sonst Training und Jugendarbeit
erheblich beeinträchtigt worden wären. Es bleibt dabei, dass Mitglieder des Faltbootclubs
Heidenheim von Mitte März bis Mitte Oktober die Brenz im Naturschutzgebiet im gleichen
Umfang wie bisher ohne Sondergenehmigung mit Booten befahren dürfen.
Danach berichtete Helmuth Zulehner über die Hauptversammlung 2008 des KanuVerbandes Württemberg in Pleidelsheim. Aus den Berichten selbst ergaben sich
wesentliche Diskussionen und Hinweise zu Personelles, zu Natur- und Gewässerschutz:
Flußsperrungen und Befahrungsregelungen und zum Europäischer Paddel-Pass.
Das Präsidium ist weiterhin nicht vollständig, da einige zurückgetretene Amtsinhaber,
darunter der für den Leistungssport zuständige Vizepräsident bisher keine Nachfolger
fanden. Zum Thema Gewässer- und Naturschutz gab es neben dem vorliegenden,
ausführlichen Bericht der für Gewässer- und Naturschutz zuständigen Referenten bzw.
Beauftragten Thomas Steinheber und Gundis Steinmetz noch eine Diskussion zu den
Bestrebungen der Naturschutzverbände, den Kanusport weiter einzuschränken.
Bestehende Befahrungsregelungen und wichtige Änderungen bei Befahrungsregelungen
in Württemberg sind auf der Homepage des KVW unter „Naturschutz“ ausführlich
dargestellt und aufgelistet.
Eine breite Diskussion gab es zur bundesweiten Einführung des Europäischen PaddelPasses (EPP) ab 2008. Die Voraussetzungen zum Erwerb innerhalb des Deutschen
Kanu-Verbandes sind in einem 29seitigen Dokument zusammengefasst. Es gibt 5 EPPStufen: Einsteiger, Anfänger, Fortgeschrittene, Könner, Experten. Das Vergabeverfahren
ist weit überzogen. Die Konsequenzen sind noch nicht klar zu sehen. Es heißt : „Die
Erwerber des EPP haben damit – bezogen auf die jeweilige Qualifikationsstufe – einen
Nachweis der beherrschten Mindestanforderungen für einen Natur- und
landschaftsverträglichen und sicheren Kanusport“. Daraus folgt wahrscheinlich, dass in
Zukunft eine Reihe von Flüssen und Seen nur noch mit EPP befahren werden dürfen.
Zum Abschluß seines Berichts dankte Helmuth Zulehner noch einmal allen
Clubmitgliedern, die durch ihren Einsatz zum guten Gelingen des Jubiläums und des
Bootshausfestes und zur Erstellung der Festschrift beigetragen und für die vorbildliche
Organisation von Fahrten, Training und Kanuschule gesorgt haben. Bei den
Vorstandskolleginnen und -kollegen bedankte er sich für ihre hohe Einsatzbereitschaft
und die sehr gute Zusammenarbeit.
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Nach diesen Ausführungen stand eine Reihe von Ehrungen auf dem Programm. Die
Ehren-Urkunde des Vereins für 15jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Hartmut Enßlin
und Siegfried Schwab. Mit der Goldenen Vereins-Medaille für 40 Jahre im Faltbootclub
wurden Werner Jooß und Siegfried Wilde ausgezeichnet. Die Auszeichnung mit der
Goldenen Ehrennadel des Deutschen Kanuverbandes für 50 Jahre im Faltbootclub erhielt
Käthe Fork.
Für besondere Verdienste wurden Werner Jooß, Hartmut Uhl und Helmuth Zulehner mit
der Vereins-Medaille in Gold ausgezeichnet. Werner Jooß ist seit 38 Jahren im Vorstand
und war zunächst Jugendwart, danach Kassierer und ist seit 1994 stellvertretender
Vorsitzender, Hartmut Uhl gehört seit 22 Jahren dem Vorstand an und hat in dieser Zeit
die Jugendarbeit im Verein auf einen hervorragenden Stand gebracht. Helmuth Zulehner
ist ebenfalls seit 1986 im Vorstand und ist nach je 4 Jahren als Wildwasserwart und
stellvertetender Vorsitzender seit 1994 1. Vorsitzender.

Danach berichtete Wanderwart Ralf Meier über die im vergangenen Jahr durchgeführten
Fahrten, die wieder auf zahlreiche Flüsse im In- und Ausland führten. Mit 8155 km und 6
Wanderfahrerabzeichen wurde der 5. Platz im Wettbewerb um die Paul-Walter-Plakette
erpaddelt. Beim Wettbewerb um den „Aktivsten Verein“ kamen die Heidenheimer Kanuten
auf den 8. Platz. Das Wanderfahrerabzeichen Bronze in Wiederholung erwarben Käthe
und Werner Fork, Hannelore und Reinhard Ludewig sowie Eckard Keicher und Elisabeth
Walz. Aktivste Sportler 2007 waren Elisabeth Walz mit 977 km bei den Damen, Eckard
Keicher mit 977 km bei den Herren und Michael Zwiefler mit 121 km bei der Jugend. Ralf
Meier bedankte sich bei allen Fahrtenorganisatoren des vergangenen Jahres und bei
denen, die auch in diesem Jahr wieder für ein umfangreiches und buntes
Fahrtenprogramm sorgen.
Sehr aktiv waren wieder die Wildwasserfahrer des Faltbootclubs. Wildwasserwart
Bernhard Zulehner ging kurz auf die Befahrungen verschiedener Wildflüsse ein, wobei er
als Höhepunkte die Befahrungen von Moesa, Maggia und Ticino im Tessin sowie Isel,
Drau, Ötz und Inn/Imster Schlucht. nannte. Alle Schwierigkeiten bis zum 5. Grad der
Wildwasserskala wurden sicher bewältigt. Er betonte die gute Teilnahme an den Fahrten
und lobte die gute Technik und Kondition der Teilnehmer. Für dieses Jahr warb er zum
Aufbau von Kondition und Technik für die Fahrten auf Breitach, Iller, Bregenzer Ache und
Lech sowie für die Teilnahme am Trainingscamp am Eiskanal. Höhepunkte sind wieder
die Wilwasserwoche in Lienz/Osttirol sowie die Fahrten auf den Wildflüssen Ötz, Inn und
Saalach.
Über die Jugendarbeit berichtete dann Hartmut Uhl. Der Trainingsbesuch im Sommer und
vor allem im Winter war wieder sehr gut und führte zu einer beachtlichen
Leistungssteigerung aller Teilnehmer. An dieser Stelle bedankt er sich bei Werner Fork
und Miguel Fansel, die mit Hingabe und viel Geduld die Jungen bis 14 unter ihre Fittiche
genommen haben. Stefan Finsinger und Benni Abele haben dagegen die Jungherren in
die Welt des schweren und schwersten Wildwassers eingeführt und dafür gesorgt, dass
der Verein inzwischen eine superstarke WW-Gruppe hat, die im weiten Umkreis
ihresgleichen sucht. Er bedankte sich herzlich bei Stefan Finsinger und Benni Abele.
Die Jungen sind nun soweit, dass sie ins richtige WW-Fahren einsteigen können. Geplant
sind Trainingsfahrten auf der Günz und auf dem Eiskanal und dann die Ausfahrt auf der
Isar im kommenden Sommer, die allerdings um eine Woche verschoben werden muss.
Hartmut Uhl hofft, dass sich wieder genügend Helfer finden werden, die ihn – ganz
besonders bei der Isarfahrt – unterstützen.
Die neuen Jugendsprecher sind die alten: Manuel Brecht und Raphael Fansel.
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Im Anschluß daran stand der Kassenbericht von Kassiererin Sybille Meier auf der
Tagesordnung. Wie gewohnt wies der Kassenbericht eine äußerst solide Finanzierung
des Vereins aus. Die außergewöhnlichen Ausgaben im Jubiläumsjahr wurden sehr gut
verkraftet. Nach dem Bericht des Kassenprüfers Markus Pfänder, der von Reinhard
Ludewig vorgetragen wurde, gab es eine einstimmige Entlastung von Kassiererin und
Gesamtvorstand.
Zum Abschluß der Hauptversammlung wurde der Festausschuß für das Sommerfest am

  1. und 6. Juli 2008 gebildet, in dem Petra Hermann wieder die Regie übernahm. Sehr
    erfreulich war, daß sich auf Anhieb für alle Festaktivitäten Organisatoren fanden. Der
    zeitliche Rahmen des Festes ist wie in den vergangenen Jahren. Es beginnt am Samstag
    um 16 Uhr mit dem Jugendwettbewerb. Der Heidenheimer Kanuslalom wird am Sonntag
    ausgerichtet.
  2. März 2008
    Helmuth Zulehner