Zwei Tage vor Weihnachten war auch für unsere Wildwasserkanuten die Zeit gekommen, eine geniale Saison abzuschließen und ein Weihnachtsfest an der legendären Rissbachklamm zu feiern.
Die Brücke, die über das extreme Wildwasserstück führt, markiert gleichzeitig zwei Dinge: Sie ist die deutsch-österreichische Grenze und zugleich der Punkt, an dem jungen Kajakfahrern das Fürchten gelehrt wird. Für einige Vereinsmitglieder war es am 22. Dezember der erste Blick in die kühle, dunkle Klamm. Zum ersten Mal sahen sie das Wasser nach der ersten meterhohen Stufe einfach verschwinden, zwischen steilen Felsen und mehr als mannsdicken Eiszapfen.
Befahren wurde der Abschnitt an diesem Tag nur von Manuel Brecht, Benjamin Abele und Stefan Finsinger. Der Rest der Teilnehmer des „Drei-Generationen-Ausflugs“, bei dem Paddler jeden Alters dabei waren, kümmerte sich um die Sicherheit, genügend Fotos und natürlich Würstchen, Glühwein und Bier für den zweiten, gemütlichen Teil der Weihnachtsfeier am Rissbach. Die Weihnachtsgeschichte, in Form des Erstbefahrungsberichts der Strecke, wurde dem Team andächtig vor dem brodelnden Glühweinkessel vorgetragen.

Auch die, die ohne Boot anreisten, bekamen ihre Portion Abenteuer zum Beispiel beim Abseilen in die nasse Spalte zwischen den Felsen. Steffen Stängle übernahm die Rolle des „Safety-Man“ und war jederzeit bereit sich für die Paddler ins eisige, aufgewühlte Wasser zu werfen.

Das schnell fließende Nass, die aufgewirbelte Gischt und die massiven Eiszapfen zeigten den Sportlern, in wie vielen Facetten sich ihr Element, das Wildwasser, präsentieren kann.














