Das harte Training hat sich gelohnt: Bei den Special Olympic World Summer
Games in Los Angeles (USA), errang der 31-jährige Alexander Schneider eine
Gold- und eine Silbermedaille.





















6500 Athleten aus 165 Ländern waren vom 25. Juli bis 2. August 2015 im Los
Angeles Memorial Coliseum und in den anderen Sportstätten der Olympischen
Spiele von 1984 in 25 Sportarten zum Wettbewerb um die Medaillen
angetreten. Deutschland war mit 138 Sportlern vertreten, einer von ihnen,
Alexander Schneider.
Zum Kanusport kam Alexander über die Lebenshilfe, deren Kajak-AG viele
Jahre lang mit dem Faltbootclub kooperierte. Seit Anfang des Jahres ist
Alexander Mitglied im Faltbootclub Heidenheim, nahm aber bereits ab
November 2014 am Hallenbadtraining teil. Auf der Brenz trainierte er, sobald
es das Wetter zuließ, fast jeden Tag intensiv und planmäßig in verschiedenen
Gruppen, teils auch allein oder betreut von seinem Vater. Von den
Übungsleitern und Trainern wurde er, so gut es ging, mit Rat und Tat
unterstützt. Seine Formkurve führte kontinuierlich nach oben und pünktlich
vor den Spielen befand sich Alexander in Topform. So kam es auch nicht
unbedingt überraschend, dass er sich für die deutsche Kanumannschaft
qualifizieren konnte – doch schon das war ein beachtlicher Erfolg. Die
spannende Frage war nun, ob sich Alex auch gegen die starke internationale
Konkurrenz behaupten könnte. Er war jedenfalls hoch motiviert – ein
Podestplatz war das Mindeste, was er von sich selbst erwartete.
Endlich waren die Tage der Kanuentscheidungen gekommen. Alexander
gelang es im Bewusstsein seiner Stärke, sein ganzes Können abzurufen. Im
Rennen über 500 m errang er im Kajak-Einer mit einer Zeit von 3:32,78
Minuten die Goldmedaille vor Daniel Gitka aus Polen (3:36,14) und dem
Griechen Antonio Exarchopoulos (3:37,21). Doch damit nicht genug: Mit
seinem Partner holte er im Kajak-Zweier auf der 200 m-Distanz auch noch die
Silbermedaille. Das Finale über dieselbe Strecke im Kajak-Einer folgte schon
kurze Zeit später. Es war das stärkste Teilnehmerfeld und die Erholungsphase
nur kurz, aber Alex mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Er wurde schließlich
Fünfter – unter diesen Umständen ebenfalls ein Erfolg, besonders wenn man
berücksichtigt, dass den Sieger und den Fünftplazierten weniger als drei
Sekunden trennten.
Am Ende hatten alle Beteiligten prächtige Spiele erlebt, die deutsche
Mannschaft konnte mit dem Abschneiden ihrer Athleten mehr als zufrieden
sein.
Natürlich haben wir uns im Faltbootclub über Alexanders Erfolge besonders
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gefreut.
Er hat in beispielhafter Weise gezeigt, was man trotz eines Handicaps mit
eisernem Willen und zielorientiertem Handeln erreichen kann. Wir gratulieren
ihm an dieser Stelle nochmals zu seinen herausragenden Leistungen, die
höchste Anerkennung verdienen.
Hartmut Uhl