Abenteuer Allgäu: „Mein erster Wildfluss“

Am Wochenende vom 24.5. – 25.5.2025 zog die von Matze organisierte Ausfahrt des KCH mit dem Motto „mein erster Wildfluss“ 17 Paddler*innen an die Iller bei Sonthofen im Allgäu. Die Iller ist ein rechter Nebenfluss der Donau, die aus dem Zusammenfluss aus Breitach, Stillach und Trettach entsteht und nach 147 km bei Ulm in die Donau mündet.

Die Ausfahrt war nicht nur die perfekte Möglichkeit für den Einstieg ins Wildwasser-Kajakfahren, sondern auch ein Zusammenkommen von Paddler*innen aller Alters- und Könnensstufen.
Um den Tag maximal auszunutzen, trafen wir uns am Samstag bereits um 7:00 Uhr am Kajakclub. Bei bestem Wetter und einem anfängerfreundlichen Pegel wurde die landschaftlich sehr reizvolle Wildwasser-I-II-Strecke der Iller von Sonthofen bis Martinszell befahren. Nach einem lustigen Aufwärmspiel und Wurfsack-Übungen (José und Piet warfen sich für uns in die Fluten) war die Gruppe bereit für den Fluss. Die einen übten fleißig Kehrwasserfahren, die anderen Kerzeln.

Eins vereinte alle: Wir hatten eine großartige Zeit auf dem Wasser! Den Abend ließen wir gemütlich am „IllerCamping“ in Sonthofen ausklingen und uns die wohlverdienten Burger schmecken – schließlich waren wir ganze 20 km gepaddelt. Der Sonntag lockte zwar nicht mit gutem Wetter, dafür aber mit einem spannenderen Flussabschnitt. Auf der Strecke vom Iller-Ursprung bis nach Fischen (WW II) mussten einige kleine Stufen und Sohlrampen überwunden werden. Das Highlight des Tages stellte die sogenannte Rubistufe, auch „Kanonenrohr“ genannt, dar. Bei dieser stufenartigen Sohlrampe fließt das Wasser in der Flussmitte zusammen. Der dadurch entstehende Wasserdruck und das Gefälle machen die Durchfahrt vergleichsweise anspruchsvoll. Da die Stelle gut angeschaut, abgesichert und umtragen werden kann und in einem großen Pool endet, bietet sie perfekte Voraussetzungen um zu üben und über sich hinauszuwachsen.
Tanja zum Beispiel schaffte bei ihren zwei Befahrungen gleich zwei perfekte Rollen IM Kanonenrohr und Lasse gelang sogar eine erfolgreiche Erstbefahrung. Ein weiterer Held des Tages war Tobi, der sich ganze viermal in das Kanonenrohr wagte und leider jedes Mal Baden ging. In Sachen Ausdauer und Beharrlichkeit konnte ihm allerdings niemand was Wasser reichen. Auch die jüngsten Teilnehmer der Ausfahrt, Arthur und Julian, zeigten unterhalb der Rubistufe beim Rollen, was sie drauf haben und eines ist scher: Das Kanonenrohr werden sie sich in Zukunft noch vorknüpfen!