Von Geisenheim bei Frankfurt bis an die niederländische Nordseeküste paddelten Uwe Hoffmann, Lukas Hoffmann, Alex Feiler und Patrick Vetter auf dem Rhein.

Jeden Tag saß das Quartett von morgens bis abends in ihren Booten und legte Etappen von bis zu 89 Kilometern zurück. Bestes Wetter begleitete die Unternehmung von Beginn an, so konnten die Kanuten die Nächte auf Inseln, in Buchten oder auf Campingplätzen unter freiem Himmel verbringen und jeden Abend nach dem Paddeln ein trockenes Lager aufschlagen.


Neben der nötigen Campingausrüstung waren auch die Küche samt Essen und Getränken in den Wanderbooten verstaut, sodass sich die Vier selbst versorgen konnten. Neben der sportlichen Leistung verlieh auch das Leben aus dem eigenen Kajakrumpf der Unternehmung ihren Reiz.
Zunächst säumten nach Frankfurt bewaldete Hänge das Rheintal, an denen zahlreiche kleine Schlösser klebten. Die Landschaft änderte sich aber täglich: Die vier Kajaks trieben an Weinbergen, den Hochöfen des Ruhrpotts, Städten wie Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg, holländischen Windmühlen und schilfbewachsenen Ufern vorbei.

Es blieb bei den langen Tagestouren allerdings nicht viel Zeit, um Städte und das Land abseits des Flusses zu erkunden. Ausruhen war erst Abends angesagt, nachdem ein geeigneter Schlafplatz gefunden war. Am letzten Tag blieb noch Regenerationszeit an der Nordseeküste. Gemütlich schleusten die Kajaks aus Heidenheim aus dem Süßwasser ins salzige Meerwasser.

Mit den letzten Metern auf der Nordsee kam das Team auf 521 Kilometer. Angespornt von dieser Leistung ist die nächste Fahrt bereits in Planung. 2020 soll es für einen Teil der Gruppe nach Alaska in die Inside Passage gehen.